Sehnsucht, Gott, nach deiner Nähe...
nach einer Beziehung, die wir mal hatten
bis ich vor Angst und sicher auch Enttäuschung,
die Mauer wieder hoch gebaut habe
mich feige versteckt
einsam gelitten
traurig erinnert wie ich dir, Gott,
Lieder gesungen habe
aus ehrlichem Herzen...

 
Verbittert angeklagt,
wütend aus meinem Leben geschmissen,
unfähig die Kontrolle abzugeben
nicht mehr in der Lage zu glauben,
was ich doch so sicher in meinem Herzen wusste,
erlebt hatte...

Jahre lang von „altem Manna“ gelebt...
Angst vor deinen Geschenken, Gott...

Kein Vertrauen mehr,
enttäuscht von Menschen,
die behaupten, dich zu kennen...

Meine letzte Hoffnung verloren,
suche ich Halt...
und stürze doch nur tiefer...

Ab und zu schicke ich einen fragenden Blick zum Himmel...

Wie lange wartest du auf mich, Gott?
Hast du nicht irgendwann die Nase voll von mir?

Ich bin es nicht wert, deine Tochter zu heißen,
doch der Wind flüstert „geliebte Prinzessin“ in mein Ohr
und was Menschen nie taten,
du wirbst um mich...
kämpfst für mich...
du bist da und wartest vor meiner Mauer...
geduldig und in tiefer Liebe wartest du gespannt
wann ich die Tür öffne...

 

Wie soll ich dir glauben,
das du mir nicht wehtun willst,
wo es Menschen in deinem Namen taten...

Wie soll ich dir glauben,
dass du nicht auch gehst, aufgibst,
wo Menschen immer nur gegangen sind...

Wie soll ich deine Liebe ertragen, Gott,
wo ich doch vor menschlicher Nähe flüchte...

Was findest du nur an mir, Gott,
wo ich mich doch so sehr hasse...

In mir ruft eine Stimme nach dir...
voller Sehnsucht...

doch würde ich es erlauben,
wir würden zerfließen in 1000 Tränen,

und was bliebe?

 

In mir brennt die Sehnsucht nach dir...
und die Angst schreit...
und die Fragen...

Ich weiß... ja ich weiß so viel kluge Worte...
Doch deinen Blick ertrage ich nicht...
meine  Augen weinen...
und ich betrachte schweigend den Himmel...

voller Sehnsucht nach dir, Gott ...